Die Zentralschweizer Fachgruppe Integration (ZFI) begleitet die strategische Weiterentwicklung des Angebots und fördert die kantonsübergreifende Zusammenarbeit. Damit stellt sie sicher, dass der Dolmetschdienst bedarfsgerecht, qualitativ hochwertig und als wichtiger Bestandteil der Integrationsförderung in der Zentralschweiz weitergeführt wird. Das Projekt ist dem ZRK-Ausschuss unterstellt.
Das Angebot richtet sich an Institutionen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales und Verwaltung in den sechs Zentralschweizer Kantonen. In diesen Bereichen sind die Dolmetschstunden für die buchenden Personen subventioniert.
Am 1. Januar 2006 wurde der Dolmetschdienst Zentralschweiz (CaZCH) offiziell eingeführt. Die sechs Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug beauftragten die Caritas Luzern mit dem Betrieb einer gemeinsamen Vermittlungsstelle für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln. Gleichzeitig wurde eine einheitliche Qualitäts-, Tarif- und Honorarsystematik geschaffen. Im Jahr 2023 schrieb die ZFI im Auftrag der ZRK die Leistung «Dolmetschen in der Zentralschweiz» öffentlich aus. Die Caritas Zentralschweiz welche den Dolmetschdienst Zentralschweiz bereits zuvor betrieben hatte, reichte als einzige Anbieterin ein Angebot ein. Die Leistungsvereinbarung wurde für die KIP-3-Periode 2024–2027 abgeschlossen und enthält eine Option zur Verlängerung für die Jahre 2028–2031.
Der Dolmetschdienst Zentralschweiz ermöglicht die Verständigung zwischen Fachpersonen und Menschen mit Migrationshintergrund. Er vermittelt qualifizierte interkulturell Dolmetschende und Vermittelnde für Einsätze vor Ort, per Telefon oder Video.
Leistungen
Vermittlung von interkulturellen Dolmetschenden
Interkulturelle Vermittlung in Bildungs-, Gesundheits- und Sozialthemen
Telefon- und Videodolmetschen
Unterstützung in über 40 Sprachen
Qualitätssicherung durch Aus- und Weiterbildung der Dolmetschenden
Wirkung
Der Dolmetschdienst Zentralschweiz leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration und fördert den gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Er ermöglicht eine professionelle Verständigung in Situationen, in denen sprachliche und kulturelle Unterschiede eine Herausforderung darstellen, und trägt so zu einem erfolgreichen Zusammenleben in der Zentralschweiz bei.